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Kleine Regelkunde

Sie sind Ihnen gewiss schon einmal aufgefallen, diese „komischen Stöcke“, die meistens neben den Netzpfosten oder auch versteckt unter einer Sitzbank am Platz liegen. Das sind die in den Tennisregeln erwähnten Einzelstützen. Sie gehören zum Einzel im Tennis zum Netz. Sie ersetzen den Einzelnetzpfosten. In unseren Breiten,in allen Tennisclubs ist das Netz in der Regel für das Doppelspiel gedacht. Deshalb heißt es in Regel 1 der „Tennisregeln der International Tennis Federation (ITF)“: „Wird ein Netz für das Doppelfeld verwendet, muss das Netz auf einer Höhe von 1,07 m von zwei Einzelstützen gestützt werden, deren Mitte auf jeder Seite 91,4 cm außerhalb des Einzelspielfeldes liegt.“

Das bewirkt, dass „in einem Einzelspiel, das mit einem Doppelnetz gespielt wird, die Netzpfosten und der Teil des Netzes außerhalb der Einzelstützen ständige Einrichtungen werden und nicht als Netzpfosten oder Teil des Netzes betrachtet“ werden (Regel 2 Ständige Einrichtungen). Und das hat wiederum zur Folge, dass Regel 13 zur Anwendung (Ball berührt eine ständige Einrichtung) kommt.

Fallbeispiel: Ein Spieler/in returniert einen Ball von weit außen des Platzes, der Ball berührt die Netzkante zwischen Netzpfosten und Einzelstütze, springt von dort ins Feld des Gegners. - Es kommt Regel 13 zur Anwendung, der Ball ist nicht korrekt über das Netz zurückgespielt.

Wenn man auf das Einstellen der Einzelstützen beharrt, wird man oft genug als „pingelig“ bezeichnet. Abgesehen davon, dass das Netz mit Einzelstützen nach außen hin einen nicht unbeträchtlichen Höhenunterschied aufweist, geben Sie als Antwort, wenn man einen von Ihnen 1 mm ins Aus geschlagenen Ball mit einem lauten Ausruf „Aus!“ begleitet, in Zukunft: „Stell Dich doch nicht so pingelig an!“


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